Geschichte

Die Anfänge des Fußballsports gehen in Koblach auf das Jahr 1934 zurück. Damals bildete sich im katholischen Burschenverein "Neuburg" eine lose Gruppe von fußballbegeisterten Burschen, die mit anderen Reichsbundmannschaften Vorarlbergs Wettkämpfe bestritten. Schon vor dem Krieg wurde in Koblach bereits leidenschaftlich Fußball gespielt. Ohne an Meisterschaften teilzunehmen oder angemeldet zu sein, wurde auf einem Fußballplatz südlich der Ehbachbrücke gespielt. 1940 blühte der Fußballsport während der Hitlerjugend auf einem Sportplatz nördlich des jetzigen "Alten Platzes" noch einmal auf. Bedauerlicherweise setzten aber die Wirren des Krieges diesem hoffnungsvollen Beginnen ein jähes Ende. Die einzelnen Spieler zerstreuten sich wieder und für einige Jahre war es mit dem Fußballsport in Koblach vorbei.

 

Gründung der Sektion Fussball

Nach dem Krieg wurde am 9. März 1946 im Gasthaus Harmonie die Sportvereinigung Koblach mit der Sektion Fußball gegründet. Mit diesem Datum beginnt der vereinsmäßige Fußballsport in Koblach auf einem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Platz im ehemaligen Steinbruchgelände "Winkla". Bereits am 17.04.1946 wurde beim Vorarlberger Sportverband Sektion Fußball um Aufnahme des Vereins angesucht. Mit Datum 17.08.1946 wurden die ausgearbeiteten Statuten in fünffacher deutscher und vierfacher französischer Ausfertigung an die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch übermittelt. Die Anfänge nach dem Krieg waren von verschiedensten Problemen gezeichnet. Der vereins-eigene Ball (aus grauen Vorkriegszelten) musste nach jedem 2. Spiel einer Generalreparatur unterzogen werden. Aus diesem Grunde wurde 1946 an Herrn Spirig, "Kreuzwirt" in Montlingen die Bitte gestellt, ob er einen Fußball besorgen könnte, wenn auch einen gebrauchten.

Die Gründungsmitglieder des FC Koblach im Jahre 1946.

 

Baukanzlei diente als Umkleidekabine

Am 8. April 1947 schloss die Sportvereinigung Koblach mit der Intern-nationalen Rheinbauleitung einen Pachtvertrag ab. Die ehemalige Baukanzlei (Schreibstube) im ehemaligen Steinbruchgelände "Winkla" wurde dem Sportverein somit für Umkleidezwecke zur Verfügung ge-stellt. Als Benutzungsgebühr zahlte die Sportvereinigung Koblach allmonatlich 12 Schilling an die internationale Rheinbauleitung.

 

 

Ansuchen für einen neuen Sportplatz

Bereits am 8. September 1947 wurde an die Gemeindevertretung von Koblach das Ansuchen gestellt, um Überlassung eines Grundstückes für einen Sportplatz, da der Zustand des Fußballfeldes im "Winkla" immer wieder beanstandet wurde (Verletzungen der Spieler). Als möglicher Ort für ein neues Sportfeld wurde ein Gemeindegrundstück beim Gasthaus Schiffle ins Auge gefasst.



Verlegung des Spielbetriebes

Ab dem Jahre 1948 wurde der gesamte Spielbetrieb vom Sportplatz "Winkla" ins "Lohma" verlegt. Womit wieder das Problem der Umkleidemöglichkeit auftauchte. Am Anfang diente "Jägers Waschküche" als Umkleideraum und der Koblacher Kanals als Waschmöglichkeit. Später mietete man den kleinen Saal des Gasthauses "Schiffle" für Umkleidezwecke an. Da sich im Jahre 1949 eine Turnsektion innerhalb der Sportvereinigung Koblach unter Lehrer Ernst Summer und Prof. Sandholzer bildete, wurde bei der Jahreshauptversammlung am 10.12.1950 die Sektion Fußball in einen eigenen Verein mit Namen FC Koblach umbenannt.



Erste Sportutensilien

Dien Anschaffung von Sportutensilien bereitete den Verantwortlichen größtes Kopfzerbrechen. So wurde über Empfehlung des Vorarlberger Sportverbandes beim zuständigen Bezirkswirtschaftsamt in Feldkirch um Zuweisung von Leder für dringend benötigte Fußballschuhe, Bälle sowie um Stoffreste für Dressen angesucht. Da der Großteil der Spieler sich keine eigenen Schuhe leisten konnten, wurde sogar bei dem Lustenauer Sportverein, Sport-Club Austria und Sport-Club Rapid (heute FC) um gebrauchte Schuhe angefragt. Leider vergeblich. Ein weiteres Problem in den ersten Jahren war immer wieder die Frage des Umkleidens. Zu Beginn der Meisterschaft 1946 zog man sich im Haus Dorf 1 (Altbürgermeister Karl Gächter) um.

Im Jahre 1951 wollte die Gemeinde Koblach - gestützt auf einen Gemeindeabschluß - den Fußballplatz wieder ins "Winkla" verlegen. Auf Grund dessen wurde mit der Gemeinde ein Pachtvertrag abgeschlossen, Pachthöhe öS 300,-, damit der Fußballplatz am Rhein erhalten werden konnte. Im Frühjahr 1954 plante man bereits ein Vereinsheim (Standort gegenüber Perchtold Rudolf), wobei die errechneten Baukosten von ca. 135.000 Schilling doch zu hoch waren.



Erste große Sanierung

Im Jahre 1957 kam es zur ersten größeren Sanierung des Sportplatzes im "Lohma". Das Spielfeld wurde neu ausplaniert und bereits die Herbst-meisterschaft 1958 konnte auf dem "erneuerten" Spielfeld ausgetragen werden. Die Inbetriebnahme erfolgte am 10.08.1958 mit einerm großen Pokalturnier. In einer großen Gemeinschaftsleistung wurde vom Herbst 1960 bis zum Frühjahr 1961 das "Vereinsheim" mit zwei Umkleideräumen gebaut, das trotz Totomittel und Beiträgen der Gemeinde Koblach viel Opfersinn und große persönliche Einsatzbereitschaft von allen Mitgliedern abverlangte.



Eröffnungsspiel

Am 20. August 1961 fand die feierliche Eröffnung mit einem Pokalturnier statt. Auf Grund der Vielzahl von aktiven Mannschaften wurde im Jahre 1974 ein neuer Sportplatz weiter südlich erstellt und der alte Platz für Trainingszwecke gewidmet. Die offizielle Eröffnung und Übergabe erfolgte am 17. August 1975. Als Bauleiter für diese herrliche Sportanlage fungierte unser Baufachmann Gächter Erich (Neuburg). Durch sein Organisationstalent war es möglich, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten (Gesamtkosten ca. 700.000 Schilling).

Im Jahre 1982 mußte bereits daran gedacht werden, das Vereinsheim um weitere zwei Umkleidekabinen zu vergrößern. Mit Bescheid vom 15.12.1982 wurde dem FC Koblach seitens der Gemeinde Koblach die  Baubewilligung erteilt. Im Zuge dieser Baulichkeiten wurde zwischen "Altem Platz" und der Straße zum Pumpwerk noch ein Mini-Knaben-Fußballfeld erstellt.



Clubheim

Die stetige Entwicklung veranlaßte die Verantwortlichen des FC Koblach, ein Clubheim mit Kiosk für den Spielbetrieb zu errichten. Am 9. Juni 1991 war dann die offizielle Eröffnung mit Feldmesse durch Pfarrer Heinrich Morscher. Ehrengäste waren vom VFV-Präsident Albert Götze, Vizepräsident Willi Aberer, Sekretär Erich Vetter; sowie Bürgermeister Werner Gächter.



Sportliche Veränderung in 50 Jahren FC Koblach

Im sportlichen Bereich hat sich in diesen 50 Jahren doch einiges bewegt. Bereits im Jahre 1946 wurden von der Kampfmannschaft 13 Freundschaftsspiele (Altach, Frastanz, Göfis, Götzis, Lauterach, Ludesch, Nenzing, Thüringen, Thal, Weiler) sowie neun Meisterschaftsspiele (Altach, Feldkirch, Frastanz, Göfis, Nenzing, Rankweil, Schlins, Thüringen, Weiler) ausgetragen.

 

Stehend v.l.n.r.: Häusle Paul, Gächter Norbert, Amman Karl,

Egle Raimund, Stark Hans

Knieend v.l.n.r.: Häusle Reinhold, Bolter Paul, Wehmann Gotthard

Sitzend v.l.n.r.: Kopf Willfried, Gwehenberger Hermann, Gisinger Roman

 

Stehend v.l.n.r.:

Egle Hans, Gächter Norbert,

Amann Karl, Amann Helmut,

Stark Hans, Ender Benno

Knieed v.l.n.r.:

Kopf Wilfried, Madlener Reinhold, Bolter Paul,

Gwehenberger Hermann, Wehmann Gotthard,

Gisinger Roman

 

Hinten v.l.n.r.: Amann Reinhold, Längle Max, Gisinger Albert,

Peter Franz, Gächter Kurt

Mitte v.l.n.r.: Summer Hugo, Gächter Norbert, Strasser Franz

Vorne v.l.n.r.: Jäger Albert, Oberhauser Erich, Amann Karl

 

Für die Meisterschaft 1960/61 wurde mit Benzer Josef aus Götzis zum ersten mal ein auswärtiger Trainer verpflichtet, der insgesamt 7 Saisonen die 1. und 2. Mannschaft betreute - wobei er in der Saison 1963/64 mit dem 4. Tabellenplatz beste Patzierung erreichte.

 

Stehend v.l.n.r.:

Benzer Josef, Gächter Werner,

Madlener Adolf, Jäger Werner,

Gisinger Albert, Jäger Ewald,

Egle Anton, Ebner Norbert

Vorne v.l.n.r.:

Fügenschuh Adolf, Meusburger Armin,

Heinzle Hubert, Amann Hermann

 

Hinten v.l.n.r.: Amann Karl, Amann Werner, Amann Karl-Heinz,

Gumilar Alfred, Klocker Reinhard, Bolter Dietmar,

Sandholzer Ulrich, Hierzegger Karl, Klien Gerd, Obm. Egle Bruno

Vorne v.l.n.r.: Gächter Arthur, Suppan Hans, Amann Edi,

Betreuer Kreutz Otto, Rothmund Thomas, Gumilar Walter

 

Erstmals unter den "Top-Drei"

Unter Trainer Stieger Paul wurde in der Saison 1971/72 die bis dahin beste Platzierung - 3. Endrang - erreicht. Trainer Klammsteiner Franz erreichte gleich in seinem ersten Jahr den hervorragenden 2. Endrang in der Saison 1972/73.

 

Erster Meistertitel

Erster Höchpunkt im sportlichen Bereich war die Erringung des Meistertitels in der 2. Liga (Saision 1975/76) unter Spielertrainer Klocker Reinhard und somit Aufstieg in die Vlbg. Landesliga.

Vorrangiges Ziel in der darauffolgenden Saison war der Klassenerhalt. Mit dem 12. Endrang wurde das angestrebte Ziel auch erreicht. Im Spieljahr 1977/78 mußte man jedoch anerkennen, daß diese Liga doch etwas zu hoch war für den FC Koblach.

In der Meisterschaft 1983/84 unter Trainer Schiener Ossi wurde wiederum der Meistertitel in der 2. Liga und somit der Aufstieg in die Vlbg. Landesliga geschafft. Die Höhenluft war jedoch nur von kurzer Dauer, denn bereits in der nachfolgenden Saison mußte man mit dem 14. Endrang wiederum zurück in die nächsttiefere Liga.



Wiederaufstieg in die Landesliga 1986/87

Nach bereits 2 Jahren in der 1. Landesklasse wurde mit Spieltrainer Bolter Dietmar der Wiederaufstieg in die Vlbg. Landesliga geschafft (1986/87). Ziel war es, sich mit den arrivierten Vereinen des Landes sportlich messen zu können, was auch geschafft wurde.



Vorarlberger Cupfinale

Das Jahr 1989 war ein großer sportlicher Höhepunkt in der Vereins-geschichte. Das Erreichen des Vorarlberger Cupfinales (das man gegen Hohenems zwar mit 2:3 verlor) war gleichzeitig die Teilnahmebe-rechtigung am ÖFB-Fußballcup.

 

Hinten v.l.n.r.: Blum Peter, Amann Werner, Amann Markus, Schiener Volker,

Bolter Dietman, Schiener Oliver, Rothmund Hannes, Amman Karl, Schiener Ossi

Vorne v.l.n.r.: Sencelikel Hasan, Winter Karl, Koller Ewald, Gächter Norbert,

Gumilar Alfred, Duman Ahmet

 

In der 1. Runde dieses ÖFB-Cup siegte man gegen Casino SW Bregenz mit 3:2. Dadurch wurde das Jahrhundertspiel in der 2. Runde möglich: Spiel "David gegen Goliath" - sprich FC Koblach gegen Casino Austria Salzburg (1. Bundesliga) auf der Koblacher Anlage.



Zitat aus einer Tageszeitung:

Trotz der nassen Witterung kamen 1500 Fans, und das nicht umsonst. Das Spiel wurde erwartungsgemäß verloren. Mit 1:4 blieb aber das Ergebnis überraschend im Rahmen der nicht zu hoch geschraubten Erwartungen.